Jean-Jacques Rousseau:

Einsame Spaziergänge

Sein letztes nachgelassenes Werk

Herausgegeben von Wolfram Frietsch / 168 Seiten / Pb ISBN 9783-911069-021 (Buch)

ISBN 9783-911069-038 (e-Book)

 

 

Seine „einsamen Spaziergänge“ der späteren Lebensjahre seien für ihn das Bedeutsamste und „am häufigsten und am liebsten Erinnerte“, schrieb Rousseau in einem Brief. Sie stellen eine Rückschau dar und sind in schonungsloser Offenheit geschrieben. Der tiefere Sinn seiner Selbstbetrachtungen erschließt sich beim Lesen unmittelbar. Es bedarf keiner philosophischen Kenntnisse, um zu verstehen, was Rousseau sagen möchte. Hier geht es um Schicksalsschläge und Widerstände. Rousseaus Worte ermutigen, eigene Herausforderungen anzugehen. Und darum geht es, die eigene Resilienz, d. h. die eigene Widerstandskraft über den Text zu finden und daraus zu lernen.

 

Lassen wir also die Worte das sagen, was sie sagen: etwas über Rousseau und etwas über uns.

  • Im Jahr 1776, wenig Zeit vor seinem Tod, begann Rousseau seine Rêveries du promeneur solitaire  (Träumereien des einsamen Spaziergängers) niederzuschreiben. Sie sind autobiografisch gehalten und Rousseau blickt auf sein Leben zurück. Er bekennt, welche Hoffnungen er hatte, welche Erwartungen an ihn gestellt wurden und was er von seinen Mitmenschen hält.
  • Da sie gemeinsam mit den Confessiones erschienen, erhielt die Nachwelt auf einen Schlag eine Aufsehen erregende Menge an autobiografischen Eröffnungen.
  • Wolfram Frietsch sieht hier das Resilienz-Potenzial: Im Grunde sind die zehn Spaziergänge Zwiegespräche mit sich selbst und dann des Autors Jean-Jacques Rousseau mit seinem Leser. Mit einem Schlag war er aus „der Ordnung der Dinge gehoben“ worden und wusste nicht wie. Nach und nach lernt er, Kohärenz wiederzugewinnen und lässt genau daran den Leser teilhaben:

„Nach vielen unruhigen Jahren bekam ich wieder Mut, ging in mich selbst, und dann erst lernte ich den Wert der Zuflucht kennen, die ich mir aufgespart hatte.

  • Die Resilienz der "Spaziergänge" ist der rote Faden, auf den der Herausgeber in seinem Vorwort aufmerksam macht: Es beginnt sich der wichtigste Resilienzfaktor herauszukristallisieren, der in den Spaziergängen zum Tragen kommt ...

 

Der Inhalt:

 

Vorbemerkung

W. Frietsch: Die Resilienz der Spaziergänge Rousseaus

Kontrollüberzeugung 11

Resilienzfaktoren Kurzfassung 28

J. J. Rousseau's Einsame Spaziergänge:

Erster Spaziergang 31

Zweiter Spaziergang 43

Dritter Spaziergang 55

Vierter Spaziergang 71

Fünfter Spaziergang 89

Sechster Spaziergang 103

Siebenter Spaziergang 117

Achter Spaziergang 135

Neunter Spaziergang 149

Zehnter Spaziergang 163